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Kurze Videos Und Mid-Rolls? Das ändert Sich Bei Den Video Standards.

Kurze Videos und Mid-Rolls? Das ändert sich bei den Video Standards.

Die Coalition for Better As greift stark in den Video Advertising Markt ein. Im „Wie“ sehen wir sehr deutlich die aktuellen Kräfteverhältnisse im globalen Advertising. Betroffen sind vor allem kürzere Videos und die sogenannten Mid-Rolls. Alle wichtigen Erklärungen findest du am Artikelende.

Was ändert sich?

Betroffen sind „short form-videos“ über alle Devices. Definiert werden die kurzen Videos als Video Content, der kürzer als acht Minuten lang ist. Die neuen Regeln sollen User vor zu aggressiven Werbekontakten schützen. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es jetzt drei Anpassungen:

  1. Mid-Rolls werden auf diesen kurzen Videos komplett untersagt.
  2. Pre-Rolls über 30 Sekunden dürfen nur eingespielt werden, wenn diese nach spätestens fünf Sekunden übersprungen werden können
  3. Display Ads, die im mittleren Drittel liegen oder mehr als 20% des Screens einnehmen sind ebenfalls nicht mehr erlaubt
Quelle: betterads.org/standards/

Wie werden die neuen Video Standards umgesetzt?

In der Theorie ist die Teilnahme an der Coalition for Better Ads und dessen Standards ein freiwilliges Vorgehen. In der Umsetzung zeigt sich aber, dass hier der komplette digitale Video Markt betroffen ist. Wie ein Adzine Artikel zweigt wird die Regelung vor allem über Googles hauseigenen Browser Chrome umgesetzt (Statistiken zu den Browsern in den Folien). Die Browser können Ads aktiv blocken. Hier werden Publisher, die sich nicht an die neuen Regeln halten, nun aber auch in die Pflicht genommen. Nach einer Hinweis Phase wird Chrome nicht nur die nun ausgeschlossenen Inhalte blockieren, sondern alle Anzeige auf der Seite. Das ist brutal. Friss oder stirb.

Was ist davon zu halten?

Der Video Markt wird weiter wachsen. Die User wollen Video Content und die Advertiser lechzen nach Video Reichweite. Um hier die User und somit den Markt langfristig zu schützen, sind solche Regeln sehr sinnvoll. Die Adblocker Nutzung ist in den letzten Jahren nicht mehr gestiegen und diesen Trend gilt es zu halten. Darum unterstütze ich das Vorgehen inhaltlich. In den Mediatheken der großen Medienhäuser werden die Mid-Rolls nicht verschwinden und wie bei TV-Spots weiter im Content für Reichweiten sorgen. Wir brauchen mehr Video Reichweite im Markt, dennoch sollten wir die Akzeptanz der User dafür nicht opfern, große Veränderungen in den Preisen erwarte ich nicht.

Über das „Wie“ können wir gerne diskutieren. Marktgegebenheiten, wie Björn Radau von Teads im Adzine Artikel erklärt, wurden scheinbar kaum berücksichtigt und die Standards werden durchgedrückt. Der eindeutige Vorteil sind einheitliche Standards über viele Märkte. Dennoch gilt es aus meiner Sicht das Entstehen nicht aus dem Auge zu verlieren.

Was sind Mid-Rolls?

Mid-Rolls sind ganz einfach zu verstehen. Im Grunde gibt es drei Möglichkeiten Video Werbung auf Videos, sogenannte Instream Ads, zu schalten. Vor den eigentlichen Videos laufen die Pre-Rolls, nach Ende der Videos die Post-Rolls und während eines Videos eben die Mid-Rolls.

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